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Rock im Wald 2014

Neuensee – Das kleine oberfränkische Örtchen wurde, wie jedes Jahr aufs Neue von Rockern gestürmt! Es waren sogar so viele, dass ein weiterer Campingplatz eröffnet werden musste!

Nachdem wir 2012 schon einmal zu Gast waren (Zum Bericht), ließen wir es uns natürlich nicht nehmen dieses Jahr wieder zu kommen!

Freitag

Als wir Mittags gegen 15 Uhr eintrafen war die Stimmung schon mehr als gut! Sogar die ersten Steaks waren fertig, nach der wohlverdienten Stärkung erst einmal in’s Sportheim und jeden Hallo gesagt, einige der Bands sind auch schon eingetroffen. Selbst Supercharger fuhren gerade ein. Ob es in Zukunft wirklich ein 2-Tages-Festival wird, konnte Oliver Neumann noch nicht verraten:

“Der Hauptgrund der 2 Tage war, dass es das 15te mal war. Ein weiterer Grund war den sehr hohen Anteil weitgereister Zuschauer einen zusätzlichen Anreiz mit dem zweiten Tag zu bieten. Wie das zukünftig aussieht werden wir auf der nächsten Sitzung diskutieren.”

Als erste Band erklommen die Youngsters von Wulfpackdie Bühne. Die Jungs aus Coburg spielten einen guten Metal und brachten einen frischen jungen Wind zum Einstieg.  Leider mussten wegen den zur Zeit gegebenen politischen Umständen die Band Useless ID absagen, sie hatten noch versucht einen Freitagflieger zu bekommen, es war aber leider nicht möglich für sie aus Israel heraus zu kommen, an ihre Stelle traten Mandrax Queen aus Bamberg. Nach einer weiteren Stärkung durch ein Sub, ja der Hunger war groß, und dazu noch ein kühles Blondes und den Klängen der Band, lies man sich ein bisschen auf der Wiese nieder. Nun wurde es international, Supercharger die auch schon vor zwei Jahren zu Gast waren, gaben sich die Ehre mit ihrem neuen Album Broken Hearts and Fallaparts (itunes, Amazonim Gepäck zu kommen.  Ihr dreckiger Rock’n’Roll kam so gut und die neue Scheibe hört sich so klasse an, das wir sie einfach kaufen mussten!  Jetzt fingen auch so langsam die ersten “Crowdsurfing”-versuche an! Zur Beruhigung: Auf die Nase gefallen ist niemand. Allgemein war das Festival total friedlich. Ein Besucher meinte zu uns: “Es ist jedes mal geil hier zu sein. Es ist wie eine große Familie, die sich jedes Jahr aufs neue trifft und dazu gute Musik!”. Können und wollen wir so unterschreiben! Nun kam Atlas Losing Grip auf die Bühne. Hört sich ein bisschen wie Rise Against an, oder? So falsch liegt mann damit gar nicht, die Schweden machen eine super Mischung aus Punk dazu eine gute Würze Heavy und Speed Metal. Et voila! Sie waren neben Supercharger bis jetzt für uns die beste Band. Alle Arachnophobier müssen nun in Deckung gehen, Black Spiders betreten die Bühne! Die Briten lieferten eine sehr gute Show ab! Nun ging es endlich zum Highlight des Abends mit Red Fang, bei ihnen kommt eine geballte Mischung aus den verschiedensten Richtungen des Rock zusammen. Ein echt krönender Abschluss des ersten Tages! Hier die Bilder vom Freitag!
(weiter runter scrollen für den Samstag!)

Samstag

Nächster Tag, Neues Glück, Neue Bands! Ach ist das Leben schön und die Sonne scheint in ihrer schönsten Pracht! Das sollte zwar nicht den ganzen Tag so anhalten, aber wir wollen mal nicht Vorweg nehmen.
Mit den Sumosluts kamen wieder lokale Musiker auf die Bühne. Die Jungs aus Bamberg mit ihrem Motto: “FAT. HOT. SEXY. SUMOSLUTS FUCKING ROCK MUSIC!” weckten die Leute ordentlich auf. Wer jetzt noch im Zelt auf dem Campingplatz war, welches extra erweitert wurde, weil wirklich viel mehr Menschen angereist waren, als eigentlich gedacht!
Jetzt müssen wir doch auch einmal bei einem der Veranstalter Oliver Neumann nachfragen, zwecks Rock im Wald 2015, ob schon irgendwelche Bands im Raum stehen:

“Bis jetzt stehen noch keine Bands fest, darüber machen wir uns erst im September/Oktober Gedanken, wenn alles aufbereitet ist. Es ist aber mittlerweile so, dass es den Bands bei uns so gut gefällt, das Bookingagenturen auf uns zu kommen und uns Vorschläge für Bands machen, darunter auch Bookingagenturen die hochkarätige Namen unter Vertrag haben, aber sie wissen schon, was sie uns anbieten können und was nicht.”

Bandnot wird es also nicht geben! Das ist super! A propos Bands! Nun kamen The Gogets auf die Bühne und zeigten was eine Mischung aus Rock, Punk und Hardcore am Ende ergibt. Und das hört sich noch nicht einmal so verkehrt an. Mit December Peals kamen für das Festival alte Bekannte auf die Bühne, da sie vor 10 Jahren schon einmal zu Gast waren, durften sie natürlich nicht bei dem Jubiläum fehlen! Als nächstes wurde es sehr international, mit Powder for Pigeons, auf Deutsch übersetzt “Puder für Tauben”, kam ein Duo auf die Bühne. Ja ein Duo, bestehend aus Rhys Jones (Australien) und Meike Hindemith (Deutschland). Die beiden lernten sich in Australien kennen und gründeten die Band. Zu Rock im Wald ist auch extra der Cousin von Rhys aus Australien gekommen um dort seinen Urlaub zu verbringen. Was diese 2, in Worten ZWEI, Personen auf der Bühne von sich gaben war der pure Wahnsinn! Spitzenmäßiger Rocksound, ein klasse Schlagzeugspiel. Wer sich überzeugen will kann sich HIER ein Video ansehen. Aber Live sollte man sich die zwei nicht entgehen lassen! Mit Vidunder kam Rock aus den 70ern auf die Bühne. Ein Glück das wir bei unserem eintreffen so schnell geschaltet haben, als wir ankamen wollten die Jungs, wegen einer Straßensperre nicht weiter fahren und haben den Rückwärtsgang rein, aber wir haben den Weg geöffnet und vielleicht ein bisschen den Auftritt gerettet, wer weiß. Als nächstes hieß es  Cowboys & Aliens, nein, nicht der Film mit Daniel Craig, sondern die Jungs aus Belgien brachten einen super Rock auf die Bühne! Und das ganze ohne Cowboyhut und ohne futuristische Waffen. Nun wurde es wieder extrem interessant. Mit Bombus kam ein Neuling aber schon etablierter Act auf die Bühne. Ihr Album “The Poet and the Parrot” wurde in der internationalen Musikpresse hoch gelobt, zu recht wie wir finden! Die Jungs machten ihre Arbeit klasse! Die Truckfighters mit ihrer Art den Heavy Rock neues Leben einzuhauchen, taten das auch bei den Besuchern. Mitsingen, Mittanzen, Mitgröhlen war hier die Devise und auf jedenfalls Einstimmung für den großen Hauptamt des Abends. Graveyard ließen sich sehr viel Zeit bei der Feinabstimmung ihrer Instrumente. Da musste hier noch was gedreht werden, der Ton war noch nicht optimal, aber nach 60 Minuten, fingen sie (laut LineUp) pünktlich an, obwohl die Leute in der Menge schon etwas ungeduldig wurden. Aber das warten hat sich gelohnt. Was will man über Graveyard noch großartig schreiben. Sie sind etabliert und machen ihren Rock so wie es sich gehört!

Dann war es aber auch schon wieder zu Ende. Schade! Wir kommen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder! Bei diesem Fest nicht dabei zu sein ist eigentlich schon eine Schande! See you next year!

Und hier noch die Bilder vom Samstag!

Was wir gehört haben, während wir den Artikel geschrieben haben:
MOTORJESUS – Electric Revelation
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